Meine erste 1000 km in Südamerika endet mit Stillstand, Ausfall der Motorelektronik und Autumatikgetriebe

Meine ersten 1000 km, von Manta nach Quito

Ich bin überaus glücklich, endlich mein Fahrzeug nach 5 Monaten zu haben. 5 Monate war das Fahrzeug direkt der Salzluft vom Meer ausgesetzt , fast ein halbes Jahr ist der Motor, abgesehen vom Transport auf die Fähre, nicht gelaufen und dennoch ein Dreh am Zündschlüssel und der Motor dreht sich. Ich starte in mein Abendteuer. 🙂

Direkt hinter Manta liegen einsame Strände, die ich unmittelbar zur Übernachtung im Fahrzeug nutze. Hier fühle ich mich wohl und mit der Natur verbunden. Umso einsamer umso besser. Natürlich mal eine Nacht in einem Dorf für internationale Surfer ist auch interessant und schön aber bitte nur für 24 h dann bin ich gesättigt.

Es geht weiter durch den Nationalpark Sangay auf 3500 Meter NN mit seinen verzauberten Hochpaltos, die mit einem Temperatursturz von 30 Grad an der Küste, auf 5 Grad im Gebirge verbunden sind.

Quito ist schon zu sehen, Überquerung des Höhenpasses bei Papallagta mit 4600 Metern NN und das Auto rollt und rollt und hat trotz der Bedenkenträger keine Probleme mit der Höhenlage.

Ausfall der Motorelektronik und Automatikgetriebe- Sprintshift

Einfahrt nach Quito über einen Vorort Tumbaco auf 2500 Metern über NN, doch dann: Ausfall des Motors, alle Kontrolllampen an und das Fahrzeug bewegt sich durch das (Halb-) Automatikgetriebe keinen cm mehr. Abschleppen nach Demontage der Kardanwelle zur ersten Werkstatt. Diese stellt fest, Ausfall der Motorelektronik und teilt mit, dass sie nicht helfen können.

Am nächsten Tag, abschleppen meines Wohnmobils zu einer Mercedes -Werkstatt für LKWs und Busse. Dort wird mir mitgeteilt, dass ich mit dieser Elektronik und diesem Getriebe wohl das einzige Fahrzeug in ganz Südamerika bin und sie keine Erfahrung oder geschweige Ersatzteile haben.

10 Tage vergehen schleichend aber mit Fortschritt. Am Ende findet man die Fehler und ich kann wieder reisen.

Die Mercedes Werkstatt in Quito hat sich außergewöhnlich bemüht, den oder die Fehler zu finden. Sie haben sich erstmalig mit der Motorsoftware für diesen Typ beschäftigt, das Getriebe aus- und eingebaut und viel Geduld mit einem nervenden Deutschen gehabt. Danke auch an diese Werkstatt.

Letztendlich waren die Fehler:

  • Kontakt-Unterbrechung des CAN-Bus durch Korrosion an einem Stecker
  • defekter Simmerring an einem elektrischen Schaltventil der Gangschaltung
  • Neuimplementierung der Motor- und Getriebesoftware

Ob sich soviel Mühe eine deutsche Werkstatt gemacht hätte?

Gott schickt Engel wenn es Dick kommt

Engel in Ecuador und Deutschland

Gott schickt Engel wenn es dick kommt. Es ist unglaublich, in den schlimmsten Zeiten dieser Episode mit Zoll, dem Wohnmobil, Visa, Versteigerung meines Wohnmobils und sonstige Problemchen, wo ich verzweifelt und nicht mehr weiter wusste… schickt er Menschen, die mich an die Hand genommen haben.

Einen Rechtsanwalt, der mich mehrfach beraten hat, einen Zollagenten, der sich persönlich für die Sache eingesetzt hat, der mit den Verantwortlichen telefoniert und letztlich die rechtlichen Schreiben vorgeschrieben hat. Einen Wohnungseigentümer in Manta, der aus Scham auf seine Miete verzichtet hat und mit aufbauenden Worten zum richtigen Zeitpunkt zur Verfügung stand und nicht zuletzt Freunde, die mich vor Ort begleitet und unterstützt haben. Alle sind Ecuadorianer, die selbst mit der Situation unzufrieden waren und kein Geld verlangt haben, aber im richtigen Moment mehrfach oder permanent geholfen haben.

Einige von ihnen habe ich nicht gesucht oder angesprochen, sie waren auf einmal da. Andererseits, Menschen oder Institutionen, von den ich Hilfe erhofft habe, konnten letztendlich nicht helfen. Danke, Danke, Danke mein Jesus, für diese Engel zum richtigen Zeitpunkt.

Danke auch meinen Eltern in Deutschland die mich und die Mercedes-Werkstatt bei Fehlersuche und bei vielen anderen Dingen unterstützten. Danke an meinen Sohn Aaron, der mir die neue Software in Deutschland für die Kommunikation einrichtete.

Danke auch an Rico Weißbach der auf seiner Missions-Hilfsreise nach Ecuador, mir in einem extra Koffer aus Deutschland, einige von der Überfahrt gestohlenen Sachen und ein neues Sicherheits-Handy mitgebracht hat, was mir mit meinem Computer in Quito gestohlen wurde.

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