AMAZONAS - Mein zweiter Kurzausflug – Auf den Straßen der Ölgesellschaften durch den Amazonas im Dreiländereck

Reise von 4060 m NN und 5 Grad Celsius, hinab in den Amazonas auf 300 m NN zu 35 Grad und 95% Luftfeuchte

Meinen zweiten Kurzausflug mit dem WoMo von Quito, habe ich wieder für drei Tage auf das Hochplateau in den Nationalpark Cayambe Coco auf ca. 4060 m gemacht. Hier in der Einsamkeit fühle ich mich wohl, aber nach zwei Tagen Dauerregen und 5 Grad wird es dort ungemütlich, auch wenn man dort ein Bad in den Thermalquellen nehmen kann.

Am 3. Tag bin ich geflüchtet und was liegt vor der Haustür, der „wilde und gefährliche“ Amazonas am Dreiländereck Peru, Kolumbien, Ecuador.

Wer sich den Amazonas wie bei Tarzan vorstellt wird schnell zur Realität herabgewunken. Im Amazonas dreht sich alles um Öl. Jede Straße ist von einer Ölfirma errichtet worden und wird von Pipelines begleitet. Die Städte und Dörfer sind einfach und geprägt von der Ölwirtschaft. Dort wo es keine Straßen gibt, wird alles mit Kanus befördert. Die indigene Bevölkerung ist zu Großteilen, aus ihrem natürlichem Leben gerissen und existieren in dritter Klasse, verschmäht von der Ölwirtschaft, als Arbeitskräfte.

Doch dann gibt es kleine Oasen der Natur, mit einer Vielfalt, die für uns Europäer schwer vorstellbar ist. Ist dann noch die Oase fern von einem Ölfeld oder einem derer Stützpunkte kann man die manchmal ohrenbetäubende Geräuschkulisse der Natur genießen. Vorausgesetzt man arrangiert sich mit Mücken, 35 Grad und einer Luftfeuchte von 95 %.

 

Übernachten im Amazonas

Ein See wie in Europa ABER

Mit dem eigenen Fahrzeug ist es möglich, wenig touristische Ziele zu erkunden. Übernachtung bei einer indigenen Kommune an einem See, der auf dem ersten Blick in Europa liegen könnte. Die Kommune versucht, ein wenig Geld mit Touristen zu verdienen, aber die Position ist so weit abgelegen, dass sich nur wenige Touristen mit dem eigenen Fahrzeug hierher verirren. Die letzten 10 km sind Feldwege der Ölgesellschaft, die mich durch den dichten Amazonas an das Ziel führen. Ein Bad am schönen See wäre verlockend, aber leider wahrscheinlich tödlich.

Fünf verschiedene Arten von Piranhas, Krokodile, Schlangen und Fische die Stromstöße abgeben leben im See. Bewacht wird dieser ökologische Schatz von unzähligen Adlern, Eulen, Tapire, Tarantellas in Handgröße und für mich eine unüberschaubare große Vogelwelt.

Leider muss ich zurück nach Quito, die Arbeit ruft, aber ich werde noch einmal hierher in den Amazonas mit dem Kanu reisen und berichten.

lebendes Souvenir aus dem Amazonas

Ein lebendes 5 mm großes Loch im Armaturenbrett, das hat nicht jeder.

Leider habe ich aus dem Amazonas Termiten / Ameisen mitgebracht, die sich am Wohnmobil erfreuen und den Geschmack des Kunststoffes erlegen sind. Heute musste ich Gift im Wohnmobil versprühen und hoffe, dass die Tierchen mein zu Hause leben lassen.

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